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Dienstag

Czernowitz in der Bukowina: Wo Menschen und Bücher lebten

„Nimm die Sprache zum Zeugen“ (Rose Ausländer)

An diesem Abend soll erinnert werden an die lebendige und vielfältige deutschsprachige Kultur der heute ukrainischen Stadt Czernowitz.  Die deutschsprachige Kultur in Czernowitz wurde sehr stark von der dort lebenden jüdischen Bevölkerung mitgetragen und entfaltet. Durch die Deportation und Ermordung eines großen Teils der jüdischen Bevölkerung fand diese kulturelle Entwicklung ein brutales Ende. Die Dichterin Selma Meerbaum-Eisinger starb als verfolgte Jüdin 1942 achtzehnjährig an Fleckfieber im Zwangsarbeitslager Michailowka. Andere Schriftsteller und DichterInnen, die in Czernowitz geboren oder aufgewachsen sind, überlebten die Shoa, konnten emigrieren und haben literarisch weiter gewirkt. Die Sprache war ihnen ein Mittel, um zu bezeugen, was sie erlebt und erlitten hatten. Zu ihnen gehören Paul Celan, Rose Ausländer, Aharon Appelfeld und Gregor von Rezzori.

Vorbereitet und gestaltet wird dieser Abend von Anke Meyer-Sell und Paul-Gerhard Roth, die von ihren Reiseeindrücken aus Czernowitz, heute Tscherniwzi (Ukrainisch in Umschrift) berichten und der Gottesdienstwerkstatt St. Stephanus.

Ort: Christuskirche Gemeindesaal

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