Unsere Kirchen

 
Christuskirche

Die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Eimsbüttel hat zwei Kirchen, die Christus- und die Apostelkirche. Die von dem Berliner Architekten Johannes Otzen 1884 gebaute Christuskirche wurde im neugotischen Stil errichtet. Sie entstand an einer Ausfallstraße, der heutigen Fruchtallee. Der Stadtteil Eimsbüttel entwickelte sich erst in den Folgejahren um die Kirche herum. Stadtweite Bekanntheit erlangte die Kirche auch durch eine eigene, nach ihr benannte U-Bahn-Haltestelle.

Die Christuskirche wurde im Zweiten Weltkrieg und durch einen Blitzeinschlag mit anschließendem Brand im Dezember 1982 stark beschädigt. 2007/08 hat das Architektenbüro Stölken und Schmidt die Kirche umfangreich renoviert und den Innenraum ganz neu gestaltet. Die Kirche erhielt eine Flachdecke, eine durch eine Glaswand abgetrennte Seitenkapelle und neue Fenster.

Der Stadtteil und damit die Kirchengemeinde Eimsbüttel wurde immer dichter besiedelt, so dass die „Mutterkirche“ Ableger bekam. Das war im Jahr 1894 die Apostelkirche, erbaut nach Entwürfen der Architekten Erwin von Melle und Peter Gottlob. Die Kirche erhielt über dem Altar Bilder des Kunstmalers H. Saffer. Den Zweiten Weltkrieg überstand die Apostelkirche unbeschadet, aber ein Brand zerstörte sie im September 1977 im Innern nahezu vollständig. Durch den Wiederaufbau des Architekten Bernhard Hirche änderte sich die Kirche grundlegend:  Sie erhielt eine Zwischendecke, so dass der Kirchraum im Obergeschoss entstand, während unten im Foyer mit Küche und unterschiedlich großen Gemeinderäumen Veranstaltungen organisiert werden konnten. In der Kirche wurde der Altarraum verlegt. Die als Filmrollen gestalteten Altarbilder zeigen seitdem sechs Frauen und Männer, die in den hundert Jahren seit dem Bau der Kirche als moderne Apostelinnen und Apostel gewirkt haben.

Erweiterung und Reduktion

Anfang des 20. Jahrhunderts vergrößerte sich Eimsbüttel enorm. Und damit die Aufgaben der Apostelkirche, so dass sie eine 2. Predigtstätte erhalten musste. Die Stephanuskirche, die später zur selbstständigen Gemeinde wurde. Die letzte Gründung einer evang.-lutherischen Kirchengemeinde in Eimsbüttel erfolgte mit der Bethlehem-Kirche 1958. Dann änderten sich die Zeiten. Immer weniger Menschen besuchten Gottesdienste, und einige in die Jahre gekommene Gebäude verschlangen so viel Geld für Renovierungen und Betrieb, dass sich die vier Gemeinden 1998 zu einer Evang.-Lutherischen Kirchengemeinde Eimsbüttel zusammenschlossen und die Kirchen St. Stephanus und Bethlehem 2005 entwidmeten. St. Stephanus wurde verkauft (der Erlös ging in die gleichnamige Stiftung und unterstützt diverse Gemeindeprojekte) und das Bethlehem-Gebäude dient als Hülle für die Kita Bethlehem-Kirche.