Nachrichten und Berichte

 

In dieser Rubrik finden Sie Nachrichten, die die gesamte Gemeinde betreffen, Aktuelles, das im Gemeindebrief noch nicht veröffentlicht werden konnte, oder Entwicklungen, die wir für so wichtig halten, dass wir sie hier erwähnen.

Außerdem werden wir an dieser Stelle über Veranstaltungen berichten, die wir für so interessant halten, dass wir auch diejenigen teilhaben lassen möchten, die nicht selbst daran teilnehmen konnten.

 
 

Kirchenmusikstelle frei

Die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Eimsbüttel in Hamburg hat die Stelle einer B-Kirchenmusikerin/eines B-Kirchenmusikers im Umfang von 50 Prozent mit Schwerpunkt Popularmusik ab 01. Oktober 2017 zu besetzen.

Die Kirchengemeinde Eimsbüttel ist eine Gemeinde mit ca. 14000 Gemeindegliedern. Ihr Gebiet entspricht weitgehend dem citynahen Stadtteil Eimsbüttel, der attraktiv, lebendig und sozial vielschichtig ist.

Die heutige Gemeinde ist 1998 durch Fusion von vier eigenständigen Gemeinden entstanden. In den letzten Jahren ist die kirchliche Arbeit auf zwei Standorte konzentriert worden. Zum großen hauptamtlichen MitarbeiterInnen-Team gehören sechs Pastorinnen/Pastoren, MitarbeiterInnen im Bereich Jugend-, Senioren- und Stadteildiakonie, die MitarbeiterInnen in den vier Kindertageseinrichtungen und deren Verbundleitung, das Team der Jugendsozialarbeit, zwei Gemeindesekretärinnen sowie eine Regionalkantorin (100%-B-Stelle). Die zukünftige Stelleninhaberin/ der zukünftige Stelleninhaber wird sich innerhalb dieses großen Teams einbringen und Gemeindeleben gestalten können.

Der Schwerpunkt der bisherigen kirchenmusikalischen Arbeit liegt sowohl in der Pflege klassischer Kirchenmusik als auch im Bereich der kirchlichen Popularmusik.

An der Christuskirche ist eine große Kantorei vorhanden. Dort gibt eine hervorragende Beckerath-Orgel (1956/57) den Ton an, ergänzt durch eine neue Truhenorgel.

An der Apostelkirche gibt es eine Jehmlich-Orgel (1984) sowie einen Flügel. Dort proben der Gospelchor, die Band und der Eimsbütteler Kinder- und Jugendchor. Die Apostelkirche verfügt über eine gute Audioanlage sowie über Bandequipment.

Die Aufgaben der Kirchenmusikerin / des Kirchenmusikers umfassen

  • Die musikalische Gestaltung und Begleitung der Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen sowie der Amtshandlungen an der Orgel und am Klavier
  • Leitung des Gospelchores (34 Mitglieder) mit 1-2 Konzerten im Jahr sowie Singen im Gottesdienst
  • Leitung der Band

Die Gemeinde wünscht sich eine Musikerin/einen Musiker, die/der sich der Feier des Gottesdienstes verbunden fühlt, und Kenntnis und Erfahrung im Bereich Popularmusik hat. Die Bewerberin/der Bewerber sollte eine Ausbildung als B-Kirchenmusikerin/Kirchenmusiker oder einen vergleichbaren Hochschulabschluss haben.

Die ausgeschriebene Stelle gilt als B-Stelle und wird entsprechend nach dem Kirchlichen Arbeitnehmerinnen Tarifvertrag (KAT)  vergütet. Wir bieten darüber hinaus weitere Zusatzleistungen (VBL, HVV-Proficard).

Voraussetzung ist die Mitgliedschaft in der Ev.-Luth. Kirche in Norddeutschland oder einer anderen Gliedkirche der EKD.

Schwerbehinderte und Gleichgestellte nach SGB IX werden in besonderem Maße aufgefordert, eine Bewerbung einzureichen.

Die Gespräche sind geplant für den 11. und 12. Mai 2017. Die praktische Vorstellung findet am Mittwoch, 7. und 14. Juni 2017 statt.

Bewerbungen erbeten an den Kirchengemeinderat der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Eimsbüttel, z. Hd. Frau Pastorin Gundula Döring, Bei der Apostelkirche – 20257 Hamburg, bzw. vorzugsweise elektronisch an: bewerbung@ev-ke.de

Bewerbungsschluss ist der 30.4.2017 (Poststempel / Eingang).

Auskünfte erteilen:

Pastorin Gundula Döring (Vorsitzende des Kirchengemeinderats), Tel: 040 – 398 09 78 10,

E-Mail: pastorin.doering@ev-ke.de

Kreiskantorin Julia Götting – Tel.:040-61 16 35 74 E-Mail: mail@juliagoetting.de

 Kantorin Constanze Kowalski – Tel 040 – 20976221 E-Mail: constanze.kowalski@ev-ke.de

 

 
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Küster oder Küsterin gesucht

Die Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Hamburg-Eimsbüttel sucht zum 1. September 2017 oder früher eine Küsterin bzw. einen Küster für eine unbefristete Vollzeitbeschäftigung (auch teilzeitgeeignet).

Unsere Kirchengemeinde mit ihren zwei historischen Kirchgebäuden, weiteren gemeindlichen Gebäuden sowie zahlreichen kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist eine lebendige Großstadtgemeinde mit einem vielfältigen Angebot gottesdienstlicher und gemeindlicher Aktivitäten.

Wir freuen uns auf Sie als Mitarbeiterin bzw. Mitarbeiter in einem großen Team, in dem Sie folgende Aufgaben haben:

  • Vor- und Nachbereitung von Sonntags- und Amtshandlungsgottesdiensten
  • Vor- und Nachbereitung kirchengemeindlicher Veranstaltungen
  • Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen sowie geringfügig beschäftigten Küsterinnen und Küstern
  • Gestaltung, Pflege, Wartung und Instandhaltung der Kirch- und Gemeinderäume sowie des Inventars
  • technische Betreuung/Programmierung und Koordination der Wartung der Glocken, der Heizungen, der Lichtanlagen und der Lautsprecheranlagen in Kirchen und Gemeindehaus
  • selbstständige Ausführung kleinerer Reparaturen
  • gärtnerische Umgebungspflege von Kirchen und Gemeindehaus in Zusammenarbeit mit internen und externen Dienstleisterinnen und Dienstleistern

Für Ihre Bewerbung und Anstellung sind eine abgeschlossene handwerkliche oder vergleichbare Berufsausbildung sowie erste Erfahrungen im erlernten Beruf Voraussetzung. Idealerweise bringen Sie Kenntnisse und Erfahrungen im Küsterdienst mit.

Gesucht wird eine Person, die Arbeitsprozesse selbstorganisiert und im Team gestalten kann, sich aktiv in unsere Kirchengemeinde einbringt und offen auf Menschen zugeht.

Zu den Arbeitsaufgaben gehört die Teilnahme an regelmäßigen Fortbildungen.

Die Arbeitszeiten richten sich nach den kirchengemeindlichen Gegebenheiten und fallen regemäßig an Wochenenden und Feiertagen an.

Wir suchen eine Küsterin bzw. einen Küster, die bzw. der das Gesicht unserer Kirchengemeinde mitprägen möchte, die bzw. der ansprechbar ist für kirchen- und gottesdienstinteressierte Besucherinnen und Besucher, ein wertschätzendes Interesse an Kirchräumen und Gottesdiensten hat und sich mit christlichen Werten identifiziert.

Die Entgeltzahlung erfolgt nach dem Kirchlichen Arbeitnehmerinnen Tarifvertrag (KAT). Wir bieten darüber hinaus weitere Zusatzleistungen (VBL, HVV-Proficard).

Voraussetzung für eine Anstellung ist die Mitgliedschaft in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, einer anderen Gliedkirche der Ev. Kirche in Deutschland (EKD) oder einer Kirche, mit der die EKD in Kirchengemeinschaft verbunden ist.

Schwerbehinderte und Gleichgestellte nach SGB IX werden in besonderem Maße aufgefordert, eine Bewerbung einzureichen.

Bei Fragen stehen Ihnen Pastorin G. Döring, Tel. 040 43184816, E-Mail: pastorin.doering@ev-ke.de, und Pastorin N. Schumann, Tel. 040 36025770, E-Mail: pastorin.schumann@ev-ke.de, gern zur Verfügung.

Bewerbungen erbitten wir bis 31. März 2017 mit den vollständigen Bewerbungsunterlagen an die Kirchengemeinde Hamburg-Eimsbüttel, Frau Pastorin G. Döring, Bei der Apostelkirche, 20257 Hamburg, bzw. vorzugsweise elektronisch an: bewerbung@ev-ke.de.

 

 
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Kalenderblatt

Am 29. März 1893 ist Anna Paulsen in Hoirup/Nordschleswig geboren, eine der neuen Apostel im Altarraum der Apostelkirche. - Rechtes Chorfenster, Zweite von oben.

Die evangelische Theologin Anna Paulsen gilt als Vorreiterin von Frauen, die in das damals noch ausschließlich Männern vorbehaltene Pfarramt strebten. Ebenso gilt sie als Wegbereiterin für Frauen, die wissenschaftliche Forschung betreiben möchten. So gehört sie zu den ersten promovierten Theologinnen Deutschlands, die 1924 den Doktortitel erhielt.

Anna Paulsen wächst als älteste von vier Töchtern in einer Pastorenfamilie auf. Schon als Jugendliche diskutiert sie mit ihrem Vater theologische und weltanschauliche Fragen. Besonderes Interesse gilt dem protestantischen Theologen und Philosophen Sören Kierkegaard.

Zunächst absolviert sie eine Lehrerinnenausbildung, anschließend studiert sie Theologie. 1916 beginnt Anna Paulsen in Kiel mit dem Studium der Fächer Deutsch, Geschichte und Religion für das höhere Lehramt, schließt aber das Vollstudium der evangelischen Theologie mit der Promotion ab. Um die Promotion zu finanzieren, bildet Anna Paulsen in einjährigen Kursen Katechetinnen für den kirchlichen Dienst aus, eine Vorform der späteren Gemeindehelferinnen.

Anna Paulsen spricht sich für ein öffentliches Auftreten und Handeln von Frauen aus. 1935 erscheint unter dem Titel „Mutter und Magd – Das biblische Wort über die Frau“ ihr erstes Buch zu diesem Themenkomplex.

Während der Zeit des Nationalsozialismus übt sie Kritik an der Mutterideologie der Nazis. Sie schließt sich der „Bekennenden Kirche“ in der Gemeinde von Martin Niemöller an, streitet für die Ordination von Theologinnen und setzt sich für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Vikarinnen ein.

1951 wird ihr die Leitung des Frauenreferats der Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) übertragen. Es geht um die Entwicklung von Richtlinien für Ämter der Frau in der Kirche im Allgemeinen und um den Dienst der Theologin im Besonderen. In dieser Zeit veröffentlicht sie auch Bücher zum Thema „Der Dienst der Frau in den Ämtern der Kirche“.

1958 geht Anna Paulsen in den Ruhestand. 1981 stirbt sie mit 87 Jahren in einem Pflegeheim in Heide/Schleswig.

 
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Kalenderblatt

Am 8. März 1864 ist Mathilda Wrede in Vaasa, Finnland, geboren, eine der neuen Apostel im Altarraum der Apostelkirche. - Mittleres Chorfenster, unten.

Mathilda Wrede kam als jüngstes Kind des Gouverneurs der Provinz Vaasa zur Welt, ihre Mutter starb am Weihnachtstag 1864, als Mathilda erst neun Monate alt war.  Mathilda wuchs mit zwei älteren Schwestern auf: der 16 Jahre älteren Helena und der sechs Jahre älteren Johanna. Helena übernahm als Älteste die Erziehung der jüngeren Geschwister. In dem finnisch-schwedischen Aristokratenhaushalt waren auch Bedienstete, Kindermädchen und andere beschäftigt, die den Haushalt am Laufen hielten.

Als Mathilda 18 Jahre alt war, ging es ihr nicht gut. Sie war deprimiert und litt unter Kopfschmerzen. In der Zeit besuchte sie Veranstaltungen des „Schwedischen Missionsbundes“ und wurde durch ein spirituelles Erlebnis bekehrt. Sie verbrachte ihre Zeit nun vor allem mit Bibellesen – und ihre Gesundheit besserte sich.

Neben den angestellten Bediensteten arbeiteten auf dem Hof von Mathildas Vater immer Häftlinge. Mit einem dieser Gefangenen kam Mathilda ins Gespräch über Glaubensfragen. Und sie wurde gefragt, ob sie nicht auch ins Gefängnis kommen könne, um mit den anderen Häftlingen diese Fragen zu besprechen. Nach anfänglicher Verwunderung fragte sie ihren Vater, der als Gouverneur die Erlaubnis dafür geben musste. An der Seite eines Wachmanns begann sie also mit der Missionierung der Gefangenen. Im Laufe der Jahre durfte sie die Glaubensbotschaft auch in anderen Gefängnissen verbreiten.

Je mehr Gefängnisse sie kennenlernte, umso klarer wurde ihr, dass sie ihren Einfluss auch geltend machen musste, um sich für bessere Haftbedingungen einzusetzen. Vor allem die medizinische Versorgung der Insassen war mangelhaft. Das Gewicht ihres Engagements verlagerte sich: Die religiöse Botschaft trat in den Hintergrund, dafür suchte sie verstärkt Kontakt zu politischen Gefangenen und unterstützte deren Forderungen nach Reformen. Einen Skandal verursachte sie durch die Weitergabe von Informationen über die Haftbedingungen an die Öffentlichkeit.

Später, während des Russischen Bürgerkriegs, versuchte Mathilda Wrede, die Lage der Kriegsgegangenen und Flüchtlinge zu verbessern. Sie starb am 25. Dezember 1928 in Helsinki.

 
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Kalenderblatt

Am 26. Februar 1808 ist Elise Averdieck in Hamburg geboren, eine der neuen Apostel im Altarraum der Apostelkirche. - Rechtes Chorfenster, Zweite von unten.

Elise Averdieck war Gründerin des Kranken- und Diakonissenmutterhauses Bethesda in Hamburg, Schulleiterin und Schriftstellerin. Sie wurde als zweites von zwölf Kindern eines wohlhabenden Kaufmanns geboren. Nachdem sie bereits lesen und schreiben gelernt hat, begann mit zehn Jahren ihr Unterricht bei dem Pfarrer Johann Wilhelm Rautenberg. Nach ihrer Konfirmation 1823 verließ Elise Averdieck die Schule, um ihrer Mutter bei der Versorgung des großen Haushalts zu helfen. Allerdings merkte sie, dass ihr ein Hausfrauendasein als Lebensaufgabe bei Weitem nicht genügte.  Mit 21 verfasste sie folgende Zeilen: „Ein jeder Mensch, er sei Mann oder Weib, lerne so viel und so lange er kann, zu viel lernt man nie…Das Weib hat eine schöne, herrliche Bestimmung…und die ist nicht allein, den Hausstand zu führen…Warum haben ferner die Männer ein Vorrecht, mehr lernen zu dürfen als die Frauen?“ 1837 eröffnete sie in St. Georg, ein damals wenig angesehener Stadtteil, eine Vorschule für Knaben. Außerdem übernahm sie in der St. Georger Sonntagsschule Rautenbergs die Mädchenabteilung.

Elise Averdieck arbeitete ab 1856 nicht mehr als Lehrerin, sondern zusammen mit Amalie Sieveking im „Frauenverein für Armen- und Krankenpflege“, gründete das evangelische Krankenhaus Bethesda und wenig später ein Diakonissen-Mutterhaus. Bethesda wurde 1860 offiziell Ausbildungsstätte für christliche Krankenpflegerinnen. Averdieck wurde Vorsteherin und blieb es bis 1881.

Elise Averdieck wird auch in der Ausstellung „…von gar nicht abschätzbarer Bedeutung_ - Frauen schreiben Reformationsgeschichte“ vorgestellt. Im Ausstellungskatalog heißt es über sie: „Sie verband Realitätssinn und tiefe Religiosität mit dem Dienst an den Nächsten – ob es Kinder, Arme, Sieche und Kranke waren. Sie setzte dabei ihr großes organisatorisches Talent zur Gründung von Ausbildungseinrichtungen, wie des ersten Diakonissenmutterhauses in Hamburg und später in Braunschweig, ein. Zu dienen blieb für Elise Averdieck weibliche Bestimmung. Dennoch waren für sie Selbstständigkeit, Bildung, Professionalität und Berufstätigkeit von Frauen dazu kein Widerspruch. Sie selbst lebte diese Überzeugung in den Formen des bürgerlichen Lebens, das sie geprägt hatte. Averdieck starb am 4. November 1907 im Alter von 99 Jahren.“

 
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Kalenderblatt

Am 19. Februar 1907 ist Rudolf von Beckerath in München geboren. Er stammte aus einem künstlerischen Haus. Der Vater war Maler, die Mutter Pianistin. In seinem Geburtsjahr siedelten die Eltern nach Hamburg über, wo Rudolf von Beckerath aufwuchs und zunächst Maschinenbauingenieur werden wollte. Nachdem er einige norddeutsche Orgeln kennengelernt hat, vor allem die von Arp Schnittger, beschloss er, Orgelbauer zu werden.

Die große Orgel der Christuskirche wurde 1956 von der Orgelbaufirma Rudolf von Beckerath erbaut. Das Schleifladen-Instrument hat 24 Register auf zwei Manualen und Pedal. Die Spiel- und Registertraltirem sind mechanisch.

Nach ca. 2 ½-jähriger Ausbildung ging Rudolf von Beckerath zunächst für ein Jahr nach Kopenhagen und baute anschließend in Paris eine Firma auf. Über seine Aufgaben schrieb er folgendes: „Die Fabrikation von Labial- und Zungenstimmen, die vorher von auswärts bezogen wurden, wurde von mir neu eingerichtet, eine Schlosserwerkstatt angegliedert und verbesserte Arbeitsmethoden eingeführt. Daneben selbstständiges Wirken in Entwurf und Konstruktion.“ 1936 kehrte er nach Deutschland zurück und arbeitete als freiberuflicher Sachberater für Orgelbau in Hamburg: Planung, Konstruktion und Bauleitung bei Neu-, Umbau- und Wiederherstellungsarbeiten von Orgelwerken gehörte zu seinen Aufgaben. 1949 gründete Rudolf von Beckerath seine eigene Firma. Die erste große Orgel, die er baute, war für die Hamburger Musikhalle und hatte 59 Register, 4 Manuale, Schleifladen und mechanische Spieltraktur war 1951 ein aufsehenerregender Neubau.

Beckerath-Orgeln stehen heute an vielen Orten: Hawaii, Sydney, Montreal, Tokyo, Bombay und in Hamburg-Eimsbüttel.

 
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Kalenderblatt

Am 3. Februar 1909 ist Simone Weil in Paris geboren, eine der neuen Apostel im Altarraum der Apostelkirche. - Mittleres Chorfenster, oben.

Simone Weil wuchs in einer großbürgerlichen jüdischen Familie in Paris auf, ihr Vater war Internist. Sie hatte eine außergewöhnliche sprachliche Begabung. Mit vier Jahren konnte sie schon lesen. Körperlich war sie nicht sehr widerstandsfähig, häufig krank und überempfindlich.

Simone Weil studierte Moral- und Religionsphilosophie, beschäftigte sich intensiv mit Platon, Spinoza, Descartes, Kant und Marx. Vor allem Begriffe wie Arbeit, Zeit und Gerechtigkeit interessierten sie. Philosophie und politische Theorie verbanden sich für sie mit der Realität sozialer Probleme.

Schon während ihrer Tätigkeit als Philosophielehrerin 1931 teilte sie ihr Gehalt mit Arbeitslosen. 1934 beantragte Simone Weil ein unterrichtsfreies Jahr. Sie arbeitete als ungelernte Fabrikarbeiterin, um die Lebensbedingungen der Arbeiter kennenzulernen. In der Elektrofabrik Alsthom in Paris arbeitete sie an der Presse und am Ofen. Die Akkordbedingungen waren körperlich anstrengend. Außerdem musste sie ohrenbetäubenden Lärm ertragen. Wegen einer Handverletzung wurde sie 1935 arbeitslos. Zeitweilige Anstellungen, Arbeitslosigkeit, Geldmangel und Hunger bestimmten zu der Zeit ihr Leben.

Ab 1936 traten religiöse Fragen in den Vordergrund, zuvor war sie agnostisch eingestellt. Sie reiste nach Italien und nahm an der Pfingstmesse im Petersdom teil. Der Katholizismus bedeutete ihr immer mehr. Sie wollte allerdings nicht in die Kirche eintreten. Sie vermisste den intensiven Einsatz für soziale und geistige Reformen.

Wegen der deutschen Besatzung Frankreichs musste Weil fliehen und kam nach England. Versuche, sich dem Widerstand anzuschließen, scheiterten. Sie war krank, hatte kein Einkommen und starb mit 34 Jahren an Hunger und Herzinsuffizienz infolge einer Tuberkulose.

 
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„7 Wochen für Frieden, Gerechtigkeit und Menschenrechte“

Dieses Motto wird uns (auch) in diesem Jahr durch die Passionszeit begleiten.

Passion heißt Leiden, und in den 7 Wochen vor Ostern erinnern wir uns an das Leiden und Sterben von Jesus Christus, und schauen nicht weg, wo anderen Unrecht und Leid geschieht.

Überall auf der Welt leiden viele Menschen unter der Verletzung der elementarsten Menschenrechte. Wir wollen ihr Schicksal nicht dem Vergessen überlassen. Mit einem vorbereiteten Petitionsbrief können wir uns für sie einsetzen: „Für uns ist es nur ein Brief, für sie das Überleben.“ Diese Erfahrung prägt die Arbeit von amnesty international. An den Sonntagen der Passionszeit (5.3.-9.4.2017) werden wir Pastor_innen ihnen im Gottesdienst einen von amnesty international vorbereiteten Petitionsbrief vorstellen und im Anschluss an sie verteilen. Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung dieser wichtigen Aktion.

 
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Kalenderblatt

Am 15. Januar 1929 ist Martin Luther King jr. in Atlanta geboren, einer der neuen Apostel im Altarraum der Apostelkirche. - Linkes Chorfenster, Zweiter von unten.

Martin Luther King war Baptistenprediger in den USA und Bürgerrechtler. Eng verbunden mit seinem Namen ist die Bürgerrechtsbewegung „Civil Rights Movement“, die zwischen Mitte der 1950er und Mitte der 1960er Jahre gegen Unterdrückung und soziale Ungerechtigkeit in den USA gekämpft hat. Diese Bewegung war so stark und konnte so viele Menschen mobilisieren, dass durch ihr Engagement die Rassentrennung aufgehoben und das uneingeschränkte Wahlrecht für die schwarze Bevölkerung der US-Südstaaten eingeführt wurde. Der Höhepunkt ereignete sich bei der friedlichen Demonstration am 28. August 1963, an der mehr als 250 000 Menschen teilnahmen, darunter 60 000 Weiße. Bei diesem Marsch auf Washington hielt Martin Luther King seine berühmte Rede „I have a dream“.

Martin Luther King erhielt wegen seines Engagements für soziale Gerechtigkeit 1964 den Friedensnobelpreis.

Ursprünglich hießen King Vater und Sohn Michael mit Vornamen. Nach einer Europareise 1934, die auch nach Deutschland führte, änderte der Vater seinen Namen und den Namen seines Sohnes zu Ehren von Martin Luther.

Martin Luther King jr.‘s Vater war Prediger der baptistischen Ebenezer-Gemeinde in Atlanta. Obwohl der Sohn nie Prediger werden wollte, wurde er während seines Studiums Hilfsprediger seines Vaters. Er merkte schnell, dass er ein begnadeter Redner war und ließ sich überzeugen, nach einem Soziologie- noch ein Theologiestudium zu absolvieren. 1954 wurde er Pastor in Montgomery, Alabama, hat sich aber immer auch mit Gesellschaftstheorien beschäftigt und im Laufe der Jahre immer mehr Zeit und Kraft in die Bürgerrechtsbewegung investiert. Es gab Spannungen und Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Bewegung und Anfeindungen von außen. Am 4. April 1968 wurde Martin Luther King jr. von einem Rassisten erschossen.

 
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Am 14. Januar 1875 ist Albert Schweitzer in Kaysersberg im Oberelsass bei Colmar geboren, einer der neuen Apostel im Altarraum der Apostelkirche. - Mittleres Chorfenster, Zweiter von unten.

Albert Schweitzer war Arzt, evangelischer Theologe, Philosoph und Organist. Bekannt ist er vor allem durch die Gründung eines Krankenhauses in Lambarene im zentralafrikanischen Gabun.

Dr. phil. wurde Albert Schweitzer mit einer Dissertation über „Die Religionsphilosophie Kants von der Kritik der reinen Vernunft bis zur Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft“. Anschließend schrieb er noch eine theologische Dissertation: „Kritische Darstellung unterschiedlicher neuerer historischer Abendmahlsauffassungen“. Im Jahr darauf, 1902, folgte die Habilitation. Schweitzer wurde Dozent für Theologie an der Universität Straßburg. In den Jahren 1905 bis 1913 folgte das Medizin-Studium mit dem Ziel, Missionsarzt in Französisch-Äquatorialafrika zu werden. „Die psychiatrische Beurteilung Jesu: Darstellung und Kritik.“ war das Thema seiner medizinischen Doktorarbeit.

1913 realisierte Albert Schweitzer seinen Plan und gründete im Urwald von Gabun, das damals zu Äquatorialafrika gehörte, ein Hospital. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurden er und seine Frau, eine Lehrerin, von der französischen Armee unter Hausarrest gestellt, weil sie die deutsche Staatsangehörigkeit hatten. 1917 wurde das Ehepaar festgenommen, nach Frankreich gebracht und interniert. 1924 kehrten die beiden nach Afrika zurück, um das Hospital in Lambarene auszubauen.

Einerseits wurde Albert Schweitzer hoch geehrt – 1952 wurde ihm der Friedensnobelpreis zuerkannt. Andererseits warf man ihm rassistische, paternalistische und pro-kolonialistische Einstellungen vor.

Wahr ist, dass sich der Kirchenvorstand der Apostelkirche dafür ausgesprochen hat, den Theologen und Mediziner in die Fenster mit modernen Aposteln aufzunehmen.                                  

 
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Kalenderblatt

Am 4. Januar 1898 ist Hermann Stöhr in Stettin geboren, einer der neuen Apostel im Altarraum der Apostelkirche. - Linkes Chorfenster, unten.

Für den Ersten Weltkrieg hat sich Hermann Stöhr noch als Freiwilliger gemeldet. Danach wurde er Pazifist. Er protestierte früh gegen das nationalsozialistische Regime und wandte sich schon 1933 gegen den Boykott-Aufruf jüdischer Geschäfte und die Beflaggung von Kirchen mit Hakenkreuzfahnen. Sein konsequenter Pazifismus brachte ihm nicht nur Konflikte mit den Nazis, sondern immer wieder auch Probleme innerhalb der evangelischen Kirche.

Hermann Stöhr hat Volkswirtschaft, öffentliches Recht und Sozialpolitik studiert und in Politikwissenschaft über Hilfsmaßnahmen für Hungernde in vielen Ländern promoviert. Sein großes Lebensthema ist die Überwindung nationaler und sozialer Schranken im Geiste christlicher Einheit. In diesem Sinn arbeitet er unter anderem im Versöhnungsbund, einer Vereinigung von Protestanten, Katholiken und Konfessionslosen, die sich mit Kriegsdienstverweigerung, sozialer Not und den Zusammenhängen zwischen dem Elend in der 3. Welt und dem Reichtum der Kolonialvölker befasst.

Wegen seiner konsequenten Haltung als Pazifist bekommt er ab 1931 keine feste Anstellung mehr. Weder der Staat noch die Kirche akzeptieren ihn.

Im Frühjahr 1939 wird Stöhr zur Kriegsmarine einberufen, verweigert aber aus Gewissensgründen den Kriegsdienst. Weil er zwei Einberufungsbefehlen nicht nachkam wurde er verhaftet und zunächst wegen Fahnenflucht zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Aufgrund seiner Eidesverweigerung verurteilte ihn das Reichskriegsgericht 1940 wegen Zersetzung der Wehrkraft zum Tode. Das Urteil wurde im darauffolgenden Juni in Berlin-Plötzensee durch Enthauptung vollstreckt.

 
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Lebendiger Adventskalender 2016

Die Ökumene lebt in Eimsbüttel. Und das in vielfältiger Gestalt. So ist es mittlerweile Tradition, dass sich in der Adventszeit jeden Abend vor unterschiedlichen Häusern Menschen bei Kerzenschein treffen, um Lieder zu singen, eine Geschichte zu hören. Für die Gestaltung verantwortlich sind jeweils diejenigen, die in dem Haus wohnen. Alles ganz zwanglos, mal erscheinen fünf, mal mehr als zwanzig. Aber immer ist es schön, zusammen mit Nachbarinnen und Nachbarn, Kirchen-Aktiven und ganz Neuen adventliche Stimmung zu genießen.  

Bild: Lebendiger Adventskalender am 4. Advent 2016 bei Astrid Barth

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Charity-Abend für Sea-Watch e.V. – Zivile Seenotrettung von Flüchtenden

Etwa 140 Gäste sind am 9. Dezember 2016 dem Aufruf der Evang.-Lutherischen Kirchengemeinde Eimsbüttel und des Ida-Ehre-Kulturvereins e.V. gefolgt und haben an der Charity-Veranstaltung zugunsten der zivilen Seenotrettung von Flüchtlingen Sea-Watch teilgenommen.

Wer mindestens 35 Euro Spende als Eintritt überwiesen hatte, konnte einen wunderbaren Abend im Gemeindesaal der Christuskirche erleben. Das Essen wurde von den beiden Eimsbütteler Restaurants Odysseus und Christos gespendet. Dazu gab es köstliche Weine des Weinguts Schick, der Familie unserer Kirchenvorsteherin Astrid Barth.

Ebenso aufbauend war das begleitende Kulturprogramm: Zur Einstimmung spielte der junge Pianist Furkan Yavuz, 1. Preisträger bei „Jugend musiziert“. Der Hamburger Swing- und Jazzmusiker Tornado Rosenberg, der Schauspieler Peter Franke und die junge Musikerin Lorena Scotti unterhielten die Gäste während des 3-Gänge-Menüs und danach. Sie alle verzichteten auf ein Honorar. Ebenso wie die Fernsehmoderatorin Inka Schneider, die Ingo Werth von Sea-Watch interviewt hat.

Pastorin Margrit Sierts, die sich stark für Flüchtlinge engagiert, hat darauf hingewiesen, dass die Kirchengemeinde und der Ida-Ehre-Kulturverein mit der Veranstaltung gegen die Politik protestieren wollen, die nur die Durchsetzung ihrer eigenen Interessen im Blick hat, dabei allgemein gültige Menschenrechte aber nicht gelten lässt. In diesem Sinn arbeitet Sea-Watch, das in Not geratene Flüchtlinge im Mittelmeer rettet. Von einem Mutterboot aus fahren Schnellboote an die Not-Stelle, die in der Regel der Seenotstelle in Rom gemeldet worden ist. Es folgt eine Erstversorgung und die Organisierung eines Schiffes, das die Geretteten sicher an Land bringt. Die Hilfsorganisation gibt es seit November 2014. Nach eigenen Angaben hat sie im Jahr 2015 etwa 20.000 Menschen im Mittelmeer vorm Ertrinken gerettet.

Bei der Wohltätigkeitsveranstaltung wurden 10.008 Euro für Sea-Watch gespendet.

 
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Ergebnis der Kirchenwahl am 27. November 2016

Am Sonntag, dem 27.November 2016, wurde für die Kirchengemeinde Eimsbüttel ein neuer Kirchengemeinderat gewählt. Die Kirchengemeinde dankt an dieser Stelle allen Mitgliedern des Kirchengemeinderats, die in den vergangenen acht Jahren diesen Dienst ausgeübt haben. Ebenso danken wir allen, die sich zur Wahl gestellt haben. Der neue Kirchengemeinderat wird am Sonntag, den 15. Januar 2017 im Gottesdienst um 11.00 Uhr in der Christuskirche in sein Amt eingeführt.

Das Ergebnis der Wahl: 

  1. Ruthild Apel
  2. Astrid Barth
  3. Claudia Brand
  4. Claudia Dreyer
  5. Dennis Gehrmann
  6. Dr. Hans-Martin Gutmann
  7. Christian Hinrichs
  8. Christine Lanz
  9. Kerstin List
  10. Petra Quednau
  11. Frank Rettweiler
  12. Silke Schütze
  13. Sigrid Strebel
  14. Thomas Walk
  15. Katharina Wiedemann-Arndt                                                                                                                                                                                       Die Informations-Spalte gibt nähere Auskunft über Kontaktmöglichkeiten und Arbeitsschwerpunkte der einzelnen KGR-Mitglieder.                                                                                                                                                                  
 

 

 
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Gedenkgottesdienst für Maren Wisbareit in der Christuskirche

Mit einem sehr gut besuchten Gedenkgottesdienst unter der Leitung von Pastor Kirst hat die Gemeinde am 18. November 2016 in der Christuskirche Abschied genommen von ihrer ehemaligen Pastorin Maren Wisbareit, die am 22. Oktober 2016 nach schwerer Krankheit verstorben ist.

Ehemalige Kolleginnen und Kollegen haben durch das Erzählen von Episoden, das Zitieren aus Briefen und das Schildern von Erinnerungen das Wesen von Maren Wisbareit noch einmal lebendig werden lassen. Sie war eine der ersten weiblichen Pastoren, also zu Beginn ihrer Tätigkeit in der Christuskirchen-Gemeinde keine Selbstverständlichkeit.

Viele Trauergäste haben im Gedenken an die Verstorbene eine Kerze entzündet und so – trotz allem – einen „Baum“ zum Strahlen gebracht.

Bild: Lichterbaum zum Andenken von Pastorin Maren Wisbareit.
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