Der Gottesdienst ist das Symbol der Zugehörigkeit zum „Wir“, wenn man so will, das Zentrum der Identität der Gemeinde. Deshalb findet jeden Sonntag mindestens ein Gottesdienst statt, i.d.R. sogar zwei, manchmal auch mehr, nämlich in jedem der beiden Kirchenzentren der Kirchengemeinde Eimsbüttel, der Apostel- sowie der Christuskirche. Sie werden in Eimsbüttel traditionell, als sogenannte agendarische Gottesdienste mit oder ohne Feier des Abendmahls, oder in neueren Formen (etwa als Familiengottesdienste) gefeiert. Am Sonntag werden neben den Gottesdiensten um 10.00 bzw. 11.00 Uhr gelegentlich thematische Abendgottesdienste gefeiert, dazu beispielsweise am letzten Mittwoch eines Monats das sogenannte Lucernarium oder freitags Jugendgottesdienste.

In jedem Fall soll in allen Gottesdiensten, die gefeiert werden, beides einen Platz haben: der Reichtum der christlichen Tradition in Texten, Musik und Kunst und zugleich die aktuellen Glaubens- und Lebenserfahrungen der Menschen.

Deshalb ist der Gottesdienst Angelegenheit der ganzen Gemeinde und nicht nur der Pastorinnen und Pastoren, sowie der Kirchenmusiker. So gibt es in den unterschiedlichen Gottesdienstangeboten auch grundsätzlich Mitwirkungs- und Beteiligungsformen für Gemeindeglieder, z.B. im sogenannten Lektorendienst, zu dem es gehört, biblische Texte vorzutragen. Und weil der Gottesdienst Sache der ganzen Gemeinde ist, sollten auch die wichtigen Fragen, Themen und Proteste der Menschen aus dem Stadtviertel hierin aufgehoben sein.

Predigten schreiben wir PastorInnen als gesprochenes Wort. Würden wir Predigten zum Gelesen-werden schreiben, wären sie anders. Im Gesamtkunstwerk des Gottesdienstes erfahren manchmal Predigtteile auch im Sprechen Variationen. Deshalb stellen wir hier unsere Predigten nicht ein. Sie können uns aber gerne ansprechen oder anmailen, wenn Sie eine Predigt noch einmal nachlesen möchten.

In der Feier des Gottesdienstes wird spürbar, dass wir mit Zeichen, Elementen und Worten uns einem Geheimnis nähern, dass wir versuchen, es zu berühren, um Sinn und Kraft, Vertrauen und Hoffnung im Leben zu erfahren. Dem dienen die verschiedenen Elemente des Gottesdienstes, etwa der Segen. Aus der Erfahrung des Segens heraus können wir weitergehen, suchen, und vielleicht lernen, den Gott, der uns gnädig ist, nicht aus den Augen zu verlieren.