Reformations­jubiläum

 

Am 31.10.2017 jährte sich zum 500. Mal die Veröffentlichung der 95 Thesen. Martin Luther soll sie damals an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg angeschlagen haben. Martin Luther ist zentrale Gestalt der Reformation, aber es war eine breite Bewegung der Erneuerung, die das Zeitalter der Konfessionalisierung einläutete. Als evangelisch-lutherische Kirchengemeinde haben wir das Reformationsjubiläum während des ganzen Jahres 2017 in vielen Veranstaltungen begangen.   Aber natürlich ging es nicht nur um den Blick zurück. Reformation heißt auch: die Kirche ist „ecclesia semper reformanda“  - ständig zu erneuern. Also wird es auch um die Frage gehen: Welche Erneuerung brauchen wir heute?

Hier einige der Veranstaltungen, die im Reformationsjahr in unserer Gemeinde stattgefunden haben:

„Bist du sicher, Martinus?“ - Die Tischreden der Katharina  Luther, geborene von Bora
Sprache: Bernd Nönnig - Klang: Elisabeth Hoerner

Im Forum der Apostelkirche am Sonntag, dem 2. April, um 15.00 Uhr.

 

Mystik und Reformation

am Dienstag, 7. März, 19.00 Uhr in der Christuskirche

mit Andreas Grötzinger, Schauspielhaus Hamburg. Er liest Texte von Johannes Tauler, Martin Luther, Gerhard Tersteegen, Dag Hammarskjöld und Dorothee Sölle

Kara Albert, Monochord u.a., Musik der Stille

Georgia Hoppe, Saxophon

Moderation: Gundula Döring und Karin Kluck aus der Kirchengemeinde Eimsbüttel

Martin Luther und sein reformatorisches Wirken wäre ohne die Impulse aus der mystischen Tradition nicht denkbar gewesen. Dass christlicher Glaube nicht nur ein Für-wahr-Halten dogmatischer Aussagen ist, sondern vielmehr auf innere Erfahrung gründet, die auf die ganze Lebenshaltung ausstrahlt – das hat Luther erfahren und weitergegeben. Auch in der späteren protestantischen Tradition gab es und gibt es immer wieder Stimmen der Mystik. So werden an diesem Abend Texte von Johannes Tauler, Martin Luther,  Gerhard Tersteegen, Dag Hammarskjöld und Dorothee Sölle zu hören sein. Dazu wird es Musik geben, die in die Stille führt.

 

Ebenfalls im Zusammenhang mit dem Reformationsjubiläum steht das Projekt „Lutherlieder“. Im jetzt laufenden Reformationsjahr singen wir an jedem Sonntag eines der insgesamt 34 Lieder Martin Luthers aus unserem Evangelischen Gesangbuch. Da einige dieser Lieder fast in Vergessenheit geraten sind, besteht die Möglichkeit, sie an einigen Terminen zusammen mit dem Bethlehemchor zu üben. Die nächsten Termine sind Dienstag, der 14.3. sowie Dienstag, der 9.5., jeweils ab 20.00 in der Kita Bethlehem, Alardusstr. 20.
Kommen Sie also und tauchen Sie in die Liedsprache Martin Luthers ein. Wenn möglich soll aus dem Kreis der Teilnehmenden ein Chor hervorgehen, der die Gemeinde dann am jeweils folgenden Sonntag beim Singen unterstützt.

 

Die vier Kindertagesstätten laden zum "Luther-Fest" am Samstag, dem 10. Juni 2017, von 15.00 bis 18.00 Uhr rund um die Apostelkirche ein. Es wird ein Steckenpferd-Turnier geben, Basteln und Malen um die Lutherrose, Ratespiele um Martin Luther, mittelalterliche Musik und Tanz mit der Band "Frölich Geschray" und vieles mehr. Alle Kinder sind dazu eingeladen, verkleidet zu erscheinen! Als Ritter, Marktfrau, Handwerker, Prinzessin, Mönch....

 

An drei Abenden (Termine: 24. August 2017, 31. August 2017 und am 07. September 2017 – jeweils von 19.00 bis 21.00 Uhr im Forum der Apostelkirche wollen wir theologische Aspekte der Reformation beleuchten und gemeinsam diskutieren. Dadurch wollen wir uns bewusst machen, worin das eigentlich Reformatorische und Evangelische liegt. Die Abende werden so gestaltet, dass es eine einführende Erläuterung gibt, der dann eine ausführliche Diskussion folgt. Die einzelnen Veranstaltungen sollen dann noch einen musikalischen Abschluss erhalten.

Der erste Veranstaltungsabend, in den uns Pastor Michael Babiel einführen wird, ist Luthers früher Theologie und seinem Begriff von Freiheit gewidmet. Sehr schnell und vielleicht ein wenig zu vorschnell wird Luthers Begriff von Freiheit in Bezug zu unseren heutigen Freiheitsbegriffen gestellt. Ob das sinnvoll ist und was an Luthers früher Theologie für uns heute noch wichtig ist, soll anschließend gemeinsam erörtert werden.

Der zweite Abend, in den Frank Rettweiler einführt, wird sich Zwingli und der Reformation in Zürich widmen. Ein besonderes Augenmerk werden wir dann auf die verschiedenen Abendmahlsauffassungen (Luther, Zwingli und die katholische Kirche) werfen. Heutigen evangelischen Christen wird die Abendmahlstheologie Zwinglis näher stehen als die Luthers. Wir wollen uns aber auch mit der Frage beschäftigen, ob uns Luthers Abendmahlsverständnis doch mehr als nur ein Kompromiss sein kann.

In den dritten Abend führt uns Pastor Helmut Kirst ein, und da wird es um die Theologie der Täufer und der radikalen Reformation gehen. Ein besonderes Augenmerk wird der Theologie der Taufe geschenkt werden. Aus welchen Gründen taufen wir kleine Kinder und warum lehnt das die Täufer-Bewegung ab? Was hat das mit der Einführung der Konfirmation zu tun? Diesen Fragen werden wir uns am dritten Abend zuwenden.

 

Am Reformationstag selbst, dem 31. Oktober 2017, haben wir einen großen, feierlichen Gottesdienst in ökumenischer Gemeinschaft in der Christuskirche gefeiert. Die Predigt hat der Priester der katholischen Gemeinde, Pfarrer Franz Mecklenfeld, gehalten. Beim anschließenden Empfang im Gemeindesaal trat das Improvisationstheater hidden shakespeare auf, und die vielen Gäste hatten bei Speis' und Trank die Möglichkeit zum Austausch.

Beim Abendgottesdienst in der Apostelkirche haben 17 Teamer_innen ihren Ausweis und Gottes Segen bekommen für ihr zukünftiges Engagement mit Kindern und Jugendlichen. Für die munteren musikalischen Akzente sorgte Miriam Buthman mit ihrer Band.