Ausstellungen in unserer Kirchengemeinde

Eine alte Frage wird uns immer beschäftigen: Was ist Kirche? Was macht eine Kirchengemeinde aus, welche Aufgaben hat sie – neben den Kernanliegen wie Gottesdienst und Amtshandlungen – zu erfüllen. Die Antworten werden historisch und regional immer wieder neu oder anders ausfallen. Eine Antwort haben wir für unsere Gemeinde gefunden: Wir wollen Kirche im Stadtteil sein, durch die Vielfalt unserer Angebote möglichst viele Menschen ansprechen, über die sogenannte Kerngemeinde hinausgehend.

Eine Möglichkeit, diesem Anspruch gerecht zu werden, sind Ausstellungen. Welche Institution in Eimsbüttel verfügt schon über so ein reichhaltiges Angebot wunderschöner und auch funktionaler Räume wie wir mit unseren Kirchen, Gemeindehäusern und anderen kirchlichen Gebäuden.

Ein Beispiel dafür, dass sich ein Kirchraum und eher profane Fragen hervorragend vertragen, zeigte die Ausstellung „Neue Anfänge nach 1945? Wie die Landeskirchen Nordelbiens mit ihrer NS-Vergangenheit umgingen“, die in der Christuskirche gezeigt worden ist. Auch hier gilt, wie bei den  Filmabenden, dass wir nicht nur einen weiteren Ausstellungsraum zur Verfügung stellen wollen. In einem umfangreichen Begleitprogramm wurden die in der Ausstellung aufgeworfenen Fragen durch Vorträge und Diskussionen vertieft und eingeordnet.

Im Mittelpunkt einer weiteren Ausstellung stand der Waffenexport über den Hamburger Hafen und die zunehmend auseinanderklaffende Schere zwischen Armut und Reichtum. Unter dem Titel „UMDENKEN“ wurde die Ausstellung Mitte November im Foyer der Apostelkirche gezeigt. Eimsbütteler Künstler haben dazu ihre Arbeiten vorgestellt. Auch in diesem Fall gab es ein Rahmenprogramm zur Vertiefung.